Modelle mit LEDs ausrüsten

Hier eine kleine Liste, welche SMD-LEDs bei uns im Einsatz sind:
Frontscheinwerfer PKW: Bauform 0402/0603
Frontscheinwerfer LKW: Bauform 0805 - 1206 weiß
Heckscheinwerfer PKW/LKW: Bauform 0402 rot
Blinker/Begrenzungsleuchten bei LKWs: Bauform 0402 gelb
Blaulichter: Bauform 0402/0603 blau


Zunächst wird das Modell sorgfältig in alle Einzelteile zerlegt und es wird überlegt, welche Lichtfunktionen nachgebildet werden sollen.

Bevor man irgendeine LED anbringt, muss diese natürlich noch mit zwei kleinen Lackdrähten versehen werden. Dazu den Lackdraht ein bisschen abkratzen und verzinnen. Dann die beiden Anschlussplättchen der LED mit einem sehr feinen Lötkolben verzinnen und die beiden Drähte anlöten (auf sehr kurze Lötzeiten achten). Um im zusammengebauten Zustand des Autos unterscheiden zu können was Kathode und Anode ist, mache ich mir immer einen kleinen Knoten am Ende des Drahtes, der an die Kathode angelötet ist (bei allen SMD-LEDs ist die Kathode durch einen Punkt oder Strich markiert). Als Unterlage macht sich weißes Papier sehr gut, so findet man eine LED auch wieder, wenn diese mal weggeschnippt ist.
Danach muss man sich Gedanken darüber machen, wie die LEDs angebracht werden. Bei den meisten PKWs sind die Scheinwerfer aus klarem Plastik, sodass es am besten ist, die LEDs mit ein wenig Sekundenkleber von innen anzubringen (siehe links). Bei dieser Variante ist es günstig den Bereich um die LEDs mit mattschwarzer Farbe zu bepinseln, da sonst wie rechts und links bei diesen Test zu sehen, das Licht aus allen Ecken des Modells herausstrahlt oder sogar durch das Plastik hindurch leuchtet.

Eine weitere Variante besteht darin zwei kleine Löcher für die Drähte zu bohren und die LED von außen aufzubringen (siehe rechts LKW und links Polizeiwagen).

Für die LEDs in der Bauform 0402 (1x0,5x0,5mm) kann man auch ein 1mm Loch bohren und diese dann hineindrücken und verkleben, wie hier bei diesem Passat für die Blinker am Heck und den 3. Blinker an der Seite geschehen. Beim hineindrücken sei Vorsicht geboten mit den Anschlussdrähten, da diese bei zu starker Krafteinwirkung schnell abreißen und das Anschlussplättchen der kleinen LED gleich mitnehmen, sodass man die LED nur noch wegschmeißen kann.

Am Ende sollte man alle Drähte an einem Radkasten bündeln und hinter einem Rad nach unten wegführen. Vorher natürlich alles markieren, damit man unter der Anlage auch alle Drähte wieder findet. Dafür eignet sich ganz dünner Schrumpfschlauch. Nun möchte ich noch kurz etwas zu Vorwiderständen für die LEDs sagen. Natürlich kann man die angegeben Kennwerte aus dem Katalog nehmen und dann den Vorwiderstand berechnen, jedoch leuchten die LEDs bei der dort angegeben Flussspannung sehr hell, oft zu hell. Deshalb nehme ich diesen errechneten Wert meistens nur als Orientierung und probiere dann mit einem passenden Poti aus, wie groß der Widerstand sein muss, damit die LEDs nicht zu hell sind. Eine Alternative zu Vorwiderständen sind Konstantstromquellen, die sehr schnell aus zwei NPN-Transistoren und zwei Widerständen aufgebaut sind. Da die Versorgungsspannung auf den meisten Anlagen im Bereich von 16V liegt, bietet es sich an, mehrere LEDs in Reihe zu schalten, um Strom zu sparen.